Das Gluten als Süßware

Das koreanische Volk begriff während des Lebens, wenn gekochte Getreidekörner zur Malz gären, schmecke es stark süß, und führte dieses Prinzip in die Verarbeitung der Nahrungsmittel ein und stellte das Gluten her.

In der nationalen Klassik „Kosasinso“ steht es geschrieben: man gärt den weißen Reis, den weißen klebrigen Reis, Mohrenhirse oder Mais, kocht genügend ein und stellt das Gluten her.

Man mischte den gekochten weißen Reis und das Malzmehl im Wasser, füllte sie in einem Krug, verschloss ihn mit dem Deckel, presste die gegorene Flüssigkeit, kochte und verdampfte sie und kochte zum Gluten ein.

Ferner kochte man Brei, legte darin Malz, gor und kochte ein.

Das nicht eingekochte war Mulyot (Jochong), also Melasse, und das eingekochte Kangyot oder Komunyot (Hukdang), also festes und schwarzes Gluten, und das verarbeitete Huinyot (Paekdang), also weißes Gluten.

Nach Getreidekörnern gliederte es sich in Chapssal-Yot (aus klebrigem Reis), Mohrenhirsen-, Mais- und Kartoffelgluten, und nach den Zutaten in Sesam-, Dattel-, Pinienkern-, Walnuss-, Bohnen- und Tanfleischgluten.

Die Melasse wurde meistens zur Verarbeitung der Nahrungsmittel oder der Herstellung der Arzneimittel angewandt, und das feste Gluten (Kangyot) als Imbiss.

Kyegangyot aus Zimt, getrocknetem Imgwer, Umugasari (eine Art von Meerespflanzen) und Pflaumenfrüchten wurde als Expektorans und Tonikum angewandt.

Das Gluten war zwar nicht so stark süß, aber schmeckte lecker und langsam verdaulich, so man stellte im Alltagsleben es viel her und nahm zu sich ein. Und wegen seiner Überlegenheit wurde es auch nach Japan als Sonderprodukte bekannt.

Heute werden in der DVR Korea verschiedenartige Gluten auf industrielle Weise hergestellt und in der Esskultur des Volkes angewandt.

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