„Sejubulon“ und To-Schnaps

Von alters her pflegte das koreanische Volk am Neujahrstag zusammen mit Festgerichten auch Schnaps sehr gern zu trinken.

In der „Zeitschrift Kyongdo“, verfasst Ende des 18. Jahrhunderts, steht geschrieben: Den Schnaps, den man am Neujahrstag trinkt, heißt man Seju (Neujahrstagschnaps), aber man trinkt ihn nicht aufgeheizt. Das versinnbildlicht, den Frühling zu begrüßen.

„Sejubulon“ (man heizt den Neujahrstagschnaps nicht auf) war eine Sitte im Sinne, dass man die Vorbereitung für den Ackerbau im Frühling für das neue Jahr fleißig beschleunigen soll, weil man betrachtete, vom Anfang des Jahres an komme der Frühling.

Die Vorfahren tranken am Neujahrstag daraus ein Glas vom nicht gewärmten kalten Schnaps. In solcher Gewohnheit ist die Arbeitsamkeit des koreanischen Volkes widerspiegelt, das seit dem Anfang des Jahres auszuweichen, viel zu trinken, und die Vorbereitung für den Frühjahrsackerbau fleißig zu beschleunigen.

Als Schnaps am Neujahrstag gab es To-Schnaps.

Im Buch „Kunjaejip“ vom 14. Jahrhundert wurde es über To-Schnaps aufgezeichnet.

Dieser Schnaps wurde seit langem überliefert und aus mehreren Koryo-Arzneimitteln wie Zimt, Pellionie, Wurzel von Weißdistel, Breitglocke und Ledebouriella divaricata gebrannt.

Deshalb glaubte man, dass man einer Krankheit vorbeugen und gesund werden könne, wenn man ihn trinke.

Man sagte, „der Bohrer steckt von der Spitze an“, und ließ jüngere Leute zuerst ihn trinken. Laut des Buches „Ojuyonmunjangjonsango“ (Mitte des 19. Jahrhunderts) soll solche Trinkweise folgenden Sinn haben: Man beglückwünscht junge Leute, die zum Anlass des Neujahrs ein Jahr älter werden, und alte Leute trinken zuletzt, als sie bedauern, dass sie noch älter werden.

Als man am Neujahrstag anderen Schnaps, keinen To-Schnaps, trank, befolgte man die Gewohnheit beim Trinken vom To-Schnaps unverändert.

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