„Pansanggi“ – das Decken eines nationalen Tisches

Das koreanische Volk schuf im langen historischen Verlauf die seiner Nation eigene Sitte zum Decken des Tisches und setzte sie fort.

Pansanggi war ein Set aus Geschirr für einen Esstisch mit bestimmter Formalität.

Mit anderem Wort hieß man „Pansang“.

Pansanggi wurde überhaupt nach dem Stand der Haushalte aus Messing, Porzellan oder Holz hergestellt, aber bei der herrschenden Klasse auch aus Silber.

Alle Geschirre, ausschließlich der großen Schüssel, hatten Deckel, was eigens war.

Bei Pangsanggi gab es 3-, 5-, 7- und 9-Chop. Chop bedeutet Teller. Wenn auf den Tisch drei Speisen gebracht wurden, nannte man 3-Chop-Pansang, wenn fünf, 5-Chop-Pansang, auf diese Weise 7- und 9-Chop-Pansang.

Die Zahl von Chop stellten die Vorfahren hauptsächlich aus ungerader Zahl wie 3, 5, 7 und 9. Die ungerade Zahl rührte daher, dass sie sie als „Glückszahl“ betrachteten.

Bei Pansang schloss man die Suppe, den Kimchi-Salat und das Gewürz nicht in die Zahl von Chop, weil sie unentbehrliche Beilagen waren. Die Zuspeisen, die versalzten Gemüsen und die Marinaden zählte man alle als ein Chop, auch wenn sie zusammen auf einem Tisch gestellt würden, und schloss Jjigae (dicke Sojabohnensuppe mit Gemüse und Fleisch) und Jjim (Dampfgericht) von Chop aus.

Bei Pansang wurde Tellerchen für Gewürz nach der Zunahme der Zuspeisen umso mehr gestellt.

Das Decken des Tisches mit Pansang war schon in der Koryo-Zeit (918–1392) verbreitet.

Diese Sitte, bei der die Speisen gut ansehnlich wie auch bequem zum Essen in bestimmter Formalität gestellt werden, zeigt den entwickelten kulturellen Stand des koreanischen Volkes und die eigenartige Gewohnheit zum Decken des nationalen Tisches.

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