Das Hwajon-Spiel

Von alters her beging das koreanische Volk das Hwajon-Spiel als wichtige Feierlichkeit im Sommer.

Leute stellten den 3. März nach dem Mondkalender als Feiertag fest, um sich den Wohlgeruch des voll aufblühenden Frühlings zu amüsieren, ergötzten sich an diesem Tag in einer Runde und pflegten sich mit dem Ackerbau zu beschäftigen. Man nannte diesen Tag „Samjil“, und in den historischen Aufzeichnungen ist er als „Sangsa“ und „Tapchongjol“ (Man tritt ‚tap‘ als Feierlichkeit ‚jol‘ im Frühling grüne Gräser ‚chong‘) eingetragen.

Das Volk betrachtete drei als Glückszahl, organisierte am Samjiol-Tag, wo diese Glückszahl verdoppelt kam, in Familien, mit Nachbarn oder aus Hausfrauen Picknick, bereitete spezielle Gerichte wie Blumenfladen (Hwajon) zu, nahm zu sich und verbrachte den Tag fröhlich.

Man hieß das Picknick an diesem Tag „Kkotnoli“ und „Hwaryunoli“ (Spiel in Blumen), weil man sich Blumen zusehend amüsierte, oder „Hwajonnoli“, weil man Blumenfladen röstete und zu sich nahm sowie sich dabei ergötzte.

Das Hwajon-Spiel, das Folklorespiel, wurde seit der Zeit der drei Reiche von Vorfahren gespielt.

Laut eines alten historischen Dokumentes sollen die Angehörigen einer Familie am 3. März nach dem Mondkalender an einem südlichen Bächlein im Tal namens Jaemae gesammelt und eine Feier begangen haben. Das ist erstere Aufzeichnung der Begrüßung des Samjil-Tages überliefert.

An jenem Tag rösteten Frauen Blumenfladen und trugen ihre Kochkunst zur Schau sowie wuschen sich Haare am Bächlein, indem sie glaubten, dass die Haare schön und fett werde, wenn man sich an diesem Tag Haare wasche.

Als Blumenfladen nahmen sie meistens Fladen aus Azaleenblumen.

Diese waren schön zu sehen, deren Geschmack war auch duftig, weshalb sie auf vielen großen Tischen wie Hochzeitstisch gelegt wurden.

Beim Hwajon-Spiel gab es auch Sumyon und Hwamyon als Speisen.

Beide waren Getränke. Für Sumyon überzog man Azaleenblumenblätter mit dem Teig von Stärke der grünen Mungobohnen, kochte im siedenden Wasser leicht und legte im rot gefärbten Honigwasser. Bei Hwamyon knetete man das Mehl aus grünen Mungobohnen, schnitt es länglich nudelförmig, legte in eine Flüssigkeit, in der Beerentraubensirup und Honig gelöst waren, und streute darin Pinienkerne.

Beide waren unentbehrliche saisonale Speisen für die Leute, die sich den Frühling amüsierten.

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